Herausnehmbare Geräte

Herausnehmbare Geräte kann man in mehrere Gruppen unterteilen

Sagittalschraube

Aktive Platten

sind herausnehmbare Geräte, die mindestens ein aktives Element besitzen. Dies kann eine Schraube oder eine Feder sein. Die Schrauben werden 1 x bis 2 x wöchentlich von den Patienten durch 1/4 Drehung aktiviert und müssen ständig getragen werden. Das ständige Tragen ist deshalb wichtig, weil bei der Zahnbewegung Knochen an- und abgebaut wird. Trägt man nicht den Anweisungen entsprechend, wird der Knochen nicht wieder aufgebaut und der Zahnhalteapparat wird geschädigt.
Die Geräte können in unterschiedlichen Farben und mit einem Bild angefertigt werden.

bimaxilläre Geräte

Aktivator

Der Aktivator besteht aus einem Stück und hat die Aufgabe den Unterkiefer nach vorn oder nach hinten zu bewegen. Es gibt verschiedene Formen von Aktivatoren. Sie können zusätzliche Schrauben, Federn oder Pelotten besitzen.
In der Regel werden die Geräte Nachmittags und Nachts getragen. Wenn man das Gerät ständig tragen kann, ist die Reaktion besser, aber das Tragen in der Schule verlangt viel Disziplin.

Funktionsregler n. Fränkel

Er hat die Aufgabe durch Beeinflussung der Funktion die Zahnstellung zu beeinflussen. Die Geräte befinden sich zwischen Zähnen und Wangen bzw. Lippen. Durch das Abhalten der Wangen wird der Wangendruck eliminiert und der Zungendruck überwiegt. Die Folge ist, dass z.B. der Oberkieferzahnbogen breiter wird. Gleichzeitig wird die Muskulatur und der Mundschluss trainiert und das Ergebnis kann stabiler sein.

Vorschubdoppelplatte (VSDP)

Sie besteht aus zwei Platten. An der oberen Platte sind Führungssporne eingearbeitet, die bewirken, dass der Unterkiefer beim Mundschluss nach vorn geschoben wird. In den Platten befinden sich zusätzlich Schrauben, so kann der Ober- oder Unterkiefer noch gering verbreitert werden.
Der Vorteil der VSDP ist, dass sie auch bei nachts offenen Mund wirkt. Der Aktivator wurde in diesem Fall oft verloren gehen.

Die VSDP kann auch ständig getragen werden, denn dabei wirken die Führungssporne gleichzeitig als Zungen-gitter bei Schluckstörungen und Störungen der Zungenlage.

Schienen – Aligner

Mit Alignern können Zähne bewegt werden. Das Prinzip ist mit einem „Fingerkino“ zu vergleichen. Entweder wird bei diesem Verfahren sofort ein digitaler Intraoralscan angefertigt, oder man nimmt einen normalen Abdruck und digitalisiert dann das Gipsmodell. Mit Hilfe einer entsprechenden Software, wird das Ziel der Behandlung definiert, um dann die Einzelschritte festzulegen, um dieses Ziel zu erreichen.

Im Anschluss werden den Einzelschritten entsprechend Modelle im 3D Druckverfahren hergestellt auf denen dann jeweils die Schienen hergestellt werden.

Jede Schiene muss ständig für ca. 2 bis 3 Wochen getragen werden, bevor auf die nächste Schiene gewechselt wird.

In der Regel erreicht man das im Computer definierte Ziel sehr gut, wobei ein im Computer erstelltes Ziel nicht die Reaktionsweise des einzelnen Patienten berücksichtigen kann.